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31.7.2010 23:18

Harnsäure und Gicht

Gicht ist der Sammelbegriff für eine Reihe von Krankheitserscheinungen, die eines gemeinsam haben: zu viel Harnsäure im Blut. Harnsäure entsteht als Endprodukt beim Abbau der so genannten Purine im Stoffwechsel des Menschen. Gewisse Tierarten sind im Gegensatz zum Menschen noch in der Lage, die Harnsäure weiter abzubauen, während der Mensch die Fähigkeit hierzu im Laufe der Entwicklungsgeschichte verloren hat. Beim Menschen muss die Harnsäure ausgeschieden werden, was zu 70 bis 80 Prozent über die Nieren und zu 20 bis 30 Prozent über den Darm geschieht.

Purine sind wichtige Bestandteile der so genannten Nukleinsäuren, die vor allem im genetischen Material, das heißt in der Erbsubstanz, vorhanden sind. Purine werden aber nicht nur mit der Nahrung zugeführt, sondern entstehen auch im Körper selbst und beim Abbau von körpereigenem Material wie zum Beispiel bei der Verarbeitung abgestorbener Zellen.

 

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