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31.7.2010 23:18

Im Gespräch

Prof. Wolfgang Stoll bei seiner Rede anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der Firma HENNIG ARZNEIMITTEL in Flörsheim am Main.

Interview mit Prof. Wolfgang Stoll, Direktor der HNO-Klinik Universitätsklinikum Münster anlässlich der Jubiläumsfeier 110 Jahre HENNIG ARZNEIMITTEL

 

Prof. Stoll, Sie sind ausgewiesener Experte für Schwindelerkrankungen und arbeiten auf diesem Gebiet erfolgreich mit der Firma HENNIG ARZNEIMITTEL, die sich ebenfalls auf Schwindelerkrankungen spezialisiert hat. Wie sieht diese Zusammenarbeit im Detail aus?

Prof. Stoll: Die Firma HENNIG ARZNEIMITTEL hat sich dazu bereit erklärt, Kliniken bei der Weiterbildung und bei der Durchführung entsprechender Veranstaltungen zu unterstützen. Ferner schreibt das Unternehmen den wissenschaftlichen HENNIG-Vertigo-Preis für Mediziner und andere Wissenschaftler aus, die sich mit dem Symptom Schwindel und Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans befassen. In der heutigen Zeit ist die Unterstützung durch die Wirtschaft sehr wichtig, weil sich die Sponsoren insgesamt zurückziehen und auch die Anzahl der Veranstaltungen so stark zugenommen hat, dass nicht mehr alle Veranstaltungen durch Sponsoren unterstützt werden können. So sind wir sehr froh, dass wir seit mehr als 14 Jahren gemeinsam mit der Firma HENNIG  ARZNEIMITTEL zusammenarbeiten und das Thema Schwindel effektiv bei den Ärzten kommunizieren konnten.

 

Sie sprachen gerade das HENNIG -Symposium und die Sponsorentätigkeit der Firma HENNIG  ARZNEIMITTEL an. Welchen Stellenwert haben diese Symposien bei den niedergelassenen Ärzten?

Prof. Stoll: Einen sehr hohen Stellenwert: Dies erkennen wir einmal am positiven Feedback der teilnehmenden Ärzte, wie auch an den hohen Teilnehmerzahlen, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Teilnahme am HENNIG-Symposium auch etwas kostet. Diese Symposien dienen insbesondere dazu, Forschung und Wissenschaft voranzutreiben und aktuelle Forschungsergebnisse an die Kollegen zu kommunizieren, um auf diese Weise das Thema Schwindel präsent und aktuell zu halten.

 

Die Firma HENNIG ARZNEIMITTEL fördert mit einem relativ hoch dotierten Preis von 10.000 Euro die Wissenschaft. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Prof. Stoll: In der Tat ist der Preis mit 10.000 Euro vergleichsweise sogar sehr hoch dotiert. So hat Frau Angela Merkel beispielsweise gerade den Karlspreis mit 5.000 Euro erhalten. Auch der höchstdotierte HNO-Preis, der Professor Dr. Ludwig Haymann-Preis, der mir 2008 verliehen wurde, ist nur mit 5.000 Euro dotiert. Daher ist die Firma HENNIG ARZNEIMITTEL auch vorbildlich, was die monitäre Unterstützung von Wissenschaft und Forschung betrifft.

Würden Sie sich diese Einstellung und Unterstützung auch von anderen Unternehmen wünschen?

Prof. Stoll: Natürlich würde ich mir dies auch von anderen Firmen wünschen. Viele andere Unternehmen verhalten sich diesbezüglich nicht so uneigennützig. Gerade wenn wir die Verschiebungen des Arzneimittelmarktes weltweit und im Internet betrachten, bleiben bei vielen Firmen die Forschungs- und Weiterbildungsprojekte wirtschaftlich uninteressant und damit außen vor. Insofern ist es wichtig, dass solche zwischenmenschlichen Kontakte wie zur Firma HENNIG ARZNEIMITTEL bestehen, die eine effektive Aus- und Weiterbildung von Kollegen erst möglich machen. Denn in der Wirtschaft ist es einfach so, dass die einzelnen Firmen besondere Schwerpunkte haben. Der Schwerpunkt der Firma liegt dabei in der Therapie des Schwindels, und das Originalprodukt von HENNIG, ein Antivertiginosum, ist ein altbewährtes und etabliertes Präparat, das auch in Allgemein- oder in Facharztpraxen bekannt ist.

 

Zum Abschluss noch eine Frage: Was würden Sie sich für die weitere Zusammenarbeit mit der Firma HENNIG ARZNEIMITTEL wünschen?

Prof. Stoll: Es gibt einen ganz eklatanten Wunsch: Es sollte möglichst so weiter gehen wie bisher! Denn man darf nicht vergessen, dass die großen Symposien wie das HENNIG-Symposium nicht das allein Entscheidende sind, was die klinische Arbeit und Ausbildung ausmacht. Vielmehr sind es die Kurse im kleinen Kreise, die bei der Weiterbildung der jungen Kollegen einen immer höheren Stellenwert bekommen. Denn das Gespräch mit dem Experten wird insbesondere von jungen Kollegen sehr gut angenommen, weil insgesamt die Ausbildung an den verschiedenen Zentren immer schlechter wird. Allerdings wird bei diesen Kursen keine Werbung für HENNIG-Produkte gemacht. Dennoch wird auch in diesen Fällen von der Firma HENNIG ARZNEIMITTEL selbstlos geholfen, denn bei solchen kleinen Veranstaltungen ist es kaum möglich, Presse zu aktivieren. Es wird einfach stillschweigend geholfen damit diese Veranstaltungen überhaupt durchgeführt werden können und auch bezahlbar bleiben. Das finde ich eine ganz hervorragende Einstellung, da hier allein die Ethik im Vordergrund steht.

 

Prof. Stoll, Vielen Dank für das Gespräch.

 

 


Hier können Sie sich das Interview als PDF herunterladen.

Ein Interview vom: 12. Juni 2008

 

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