Ratgeber
Risiken und Komplikationen
Bei 15 Prozent der Ulkuspatienten kommt es zu einer Blutung des Geschwürs. Eine solche Blutung ist häufig verbunden mit
- Übelkeit und Erbrechen
- blutigem, schwarzem oder teerartigem Stuhl
- Gefühl der Abgeschlagenheit auf Grund von Blutarmut
Meistens (in 80 Prozent der Fälle) klingt die Blutung von selbst ab, es kommen jedoch auch Fälle von nicht stillbaren Blutungen vor. Daher soll bei einem blutenden Geschwür des Magens oder Zwölffingerdarms in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden!
Bei etwa jedem zehnten Patienten mit Zwölffingerdarmgeschwür und bei zwei bis fünf Prozent der Patienten mit Magengeschwür kommt es zum Durchbruch des Geschwürs in die Bauchhöhle (Perforation). Herausragende Symptome einer Perforation sind:
- plötzliche, sehr heftige Bauchschmerzen
- harte Bauchdecke
- Schweißausbrüche
- Absinken des Blutdrucks
- beschleunigter Puls
Eine Perforation ist nur durch eine Endoskopie festzustellen. Unter Umständen kann in einem solchen Fall eine Operation notwendig sein.
Beim Eindringen des Geschwürs in ein anderes Organ spricht man von Penetration. So kann ein Zwölffingerdarmgeschwür in die Bauchspeicheldrüse und ein Magengeschwür ins Bauchfell oder in die Leber eindringen. In diesen Fällen muss operiert werden.
Bis zu zehn Prozent der mutmaßlichen Magengeschwüre sind in Wirklichkeit Magenkarzinome! Dabei ist noch immer unklar, ob es sich um bösartig entartete Geschwüre handelt oder um Tumore, die einem Magengeschwür ähnlich sind. Die meisten Fachleute bezweifeln, dass gutartige Magengeschwüre bösartig werden können. Als sicher gilt, dass Zwölffingerdarmgeschwüre nicht zu Karzinomen entarten können.
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