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18.5.2012 11:15

Vertigo - Kontroverses und Bewährtes

8. HENNIG-Vertigo-Symposium am
1. und 2. Oktober 2010 in Erlangen/Nürnberg

Am 1. und 2. Oktober 2010 war es wieder soweit: unter dem Motto Vertigo - Kontroverses und Bewährtes hatte HENNIG ARZNEIMITTEL in Zusammenarbeit mit der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Erlangen zum mittlerweile 8. HENNIG-Vertigo-Symposium nach Nürnberg eingeladen.


Bewährtes am Freitag

Knapp 300 Teilnehmer waren dem Ruf des Tagungspräsidenten
Prof. Dr. Heinrich Iro, Direktor der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, gefolgt und hatten sich zur mittlerweile größten Fortbildungsveranstaltung zum Thema Schwindel und Gleichgewichtsstörungen im deutschsprachigen Raum eingefunden. Der Startschuss fiel am Freitagmorgen: vor dem eigentlichen Beginn des wissenschaftlichen Kongresses wurden am Vormittag eine Vielzahl von Praxiskursen zur ärztlichen Fortbildung angeboten. Ob nun der Einführungskurs in die Schwindeldiagnostik, der Intensivkurs Neurootologie zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung HNO oder aber der Kurs zu Diagnostik und Therapie von Schwindelerkrankungen mittels dynamischer Posturographie - das Kursprogramm war umfangreich und bot für jeden neue Kenntnisse. Für die richtige und kompetente Betreuung von Schwindelpatienten in der Praxis konnten Ärzte darüber hinaus auch das Wissen ihrer Mitarbeiter auffrischen lassen.

Die Referenten des 8. HENNIG-Symposiums

 

Im Anschluss an die Mittagspause wurde um 14 Uhr das Hauptsymposium vom Tagungspräsidenten Prof. Dr. Iro und Oberarzt Dr. Frank Waldfahrer der HNO-Klinik Erlangen eröffnet. Höhepunkt der Freitagsveranstaltung war der Festvortrag zum Kopf-Impuls-Test, den Dr. Konrad Weber aus Zürich hielt. Der Kopf-Impuls-Test, auch bekannt als das so genannte Halmagyi-Manöver wurde 1988 erstmals von Prof. Dr. Gabor Halmagyi und Prof. Dr. Ian Curthoys beschrieben. Er erlaubt es, eine einseitige Funktionsstörung des horizontalen Bogengangs durch einen vestibulookulären Reflex zu diagnostizieren - mittlerweile wird dieser Test an vielen Kliniken mit modernster Technik unterstützt. Während des Festvortrags war Prof. Dr. Halmagyi live aus Australien zugeschaltet.

 

Kontroverses am Samstag

Der Samstag stand dann im Zeichen der Kontroversen, denn das Thema Schwindel im Zusammenhang mit Schädigungen oder Erkrankungen der Halswirbelsäule ist immer wieder Garant für hitzige Diskussionen. Das HENNIG-Vertigo-Symposium bildete hierbei keine Ausnahme: Beim Rundtischgespräch prallten die bisweilen sehr unterschiedlichen Meinungen aufeinander und mündeten in angeregten wie auch anregenden Debatten.

 

HENNIG-Vertigo-Preis 2010

Nach der Mittagspause erwartete die Kongressteilnehmer dann der zweite Höhepunkt der Veranstaltung: die mit Spannung erwartete Verleihung des diesjährigen HENNIG-Vertigo-Preises. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde erstmals 2002 verliehen und zeichnet Arbeiten mit besonders hohem klinischem Nutzen im Bereich der Erforschung von Schwindel und Gleichgewichtserkrankungen aus.


In diesem Jahr durfte sich Prof. Dr. Stefan Plontke über den HENNIG-Vertigo-Preis freuen. Er ist seit Juli 2010 neuer Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie des Universitätsklinikums Halle (Saale). Mit der Auszeichnung wurden seine Forschungsergebnisse im Bereich intratympanal applizierter Medikamente und deren Wirkung im Innenohr gewürdigt. Prof. Dr. Hans Scherer, der als Jury-Mitglied des HENNIG-Vertigo-Preises die Laudatio hielt, würdigte insbesondere den daraus ableitbaren therapeutischen Nutzen für bislang therapieresistente Patienten.

Der Preis wurde Prof. Dr. Plontke feierlich von Dr. Kai Schleenhain, Geschäftsleitendem Gesellschafter, und Dr. Wolfgang Baumann, dem Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Abteilung von HENNIG ARZNEIMITTEL überreicht. Im Anschluss präsentierte Prof. Dr. Plontke die Ergebnisse seiner Arbeit vor den Symposiums-Teilnehmern. 

Feierlich überreichen Prof. Dr. Hans Scherer und Dr. Kai Schleenhain den diesjährigen HENNIG-Vertigo-Preis an Prof. Dr. Stefan Plontke

 

Auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg

Dass das 8. HENNIG-Vertigo-Symposium an den Erfolg der vorangegangen Veranstaltungen nahtlos anknüpfte, ließ sich nicht nur an der Zahl der Teilnehmer festmachen: Die Pausen waren geprägt von intensiven Gesprächen zwischen Kollegen und einem regen Interesse an der angeschlossenen Industrieausstellung. Auch die Tagungsreferenten zeigten sich von der diesjährigen Veranstaltung sehr angetan: "Ich kann mich noch daran erinnern, wie aufgeregt ich war, als ich vor ein paar Jahren das erste Mal zum HENNIG-Symposium gehen durfte. Es ist einfach eine ganz besondere Veranstaltung. Und in diesem Jahr stand ich dann tatsächlich selbst das erste Mal als Referentin vor dem Publikum. Als die Anfrage kam, habe ich mich unglaublich geehrt gefühlt", so das Fazit von Dr. Julia Dlugaiczyk, die als Oberärztin an der HNO-Klinik des Universitäts-
klinikums des Saarlandes tätig ist. Ihr Vortrag zu neuen Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung bildete den Auftakt des Hauptsymposiums am Freitag.

HENNIG ARZNEIMITTEL möchte sich ganz herzlich bei allen Referenten und Teilnehmern für zwei spannende Kongresstage bedanken und hofft möglichst viele von Ihnen auch 2012 beim nächsten HENNIG-Vertigo-Symposium begrüßen zu dürfen!

 

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